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Das Thema Logistik-Immobilien wird präsentiert von

Gastkommentar: Flächenmangel - Warum zögerliche Baulandausweisungen zur Wachstumsbremse werden

Rainer Koepke, Head of Advisory & Transactions Industrial & Logistics Germany, CBRE Bild: CBRE
Rainer Koepke, Head of Advisory & Transactions Industrial & Logistics Germany, CBRE Bild: CBRE
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Redaktion (allg.)

Während der E-Commerce auch dieses Jahr voraussichtlich mehr als zehn Prozent Umsatzzuwächse erzielen wird, zeigen sich in der Industrie und im Automotive-Bereich aktuell Rückgänge. Diese Entwicklungen spiegeln sich bis zu einem gewissen Grad in der Logistikbranche. Die Annahme jedoch, dass eine gedämpfte konjunkturelle Stimmung mit einem grundsätzlichen Nachfrageknick für Logistik- und Produktionsflächen verbunden sei, wäre falsch.

Ganz im Gegenteil: Die Herausforderungen im Automotive-Segment, genau wie in vielen anderen deutschen Industriezweigen, bestehen im branchenspezifischen und branchenübergreifenden Strukturwandel der Produktionsbedingungen wie auch der Supply Chains. Besonders zeigt sich das im Hinblick auf die E-Mobilität, die neue Lieferketten erfordert und damit auch andere Anforderungen an Logistikimmobilien stellt.

Zahlreiche Unternehmen suchen daher neue Flächen – häufig mit überzogenen Erwartungen an das Angebot. Schließlich sind vor allem in den Ballungszentren kaum noch verfügbare Bestandsobjekte oder Grundstücke für Neubauprojekte verfügbar. Zahlreiche Kommunen wiederum weisen neues Bauland für Logistikimmobilien nur begrenzt aus. Neben jahrelangen Vorlaufzeiten und komplizierten Genehmigungsprozessen bei begrenztem Personal in den Kommunen werden verstärkt politische Widerstände bis hin zu Bürgerinitiativen erwartet.

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Dabei kann genau dieser „Faktor Fläche“ zur entscheidenden Wachstumsbremse werden. Sie verzögert die Umstrukturierung der Unternehmensprozesse und verschiebt damit den Zeitpunkt nach hinten, ab dem die deutschen Firmen so operieren können, wie es die Märkte erfordern. Branchen wie der E-Commerce hingegen stoßen an ihre Grenzen, wenn ihnen nicht genug Flächen für den Paketumschlag in der Peripherie und den Letzte-Meile-Depots in den Innenstädten angeboten werden können.

Damit zukünftig verstärkt Bauflächen sowohl für innerstädtische Gewerbeparks als auch für großformatige Big Boxes in Autobahnnähe ausgewiesen werden können, müssen Immobilienunternehmen, die Akteure der Logistikwirtschaft und die Kommunen enger kooperieren. Für alle Akteure besteht ein klarer Auftrag: ein nachhaltiges Wachstum der Produktion und Logistik in Deutschland durch Bereitstellung geeigneter Flächen zu ermöglichen.

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Artikel Gastkommentar: Flächenmangel - Warum zögerliche Baulandausweisungen zur Wachstumsbremse werden
Seite 8 | Rubrik GASTKOMMENTAR
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