Sustainable Procurement Barometer 2024: Die Kraft nachhaltiger Beschaffung entfesseln

Nachhaltigkeit als Katalysator für die Transformation nutzen: Das „Sustainable Procurement Barometer“ von EcoVadis und Accenture berichtet über die Herausforderungen und Chancen innerhalb der nachhaltigen Beschaffung. Außerdem werden die Erfolgsfaktoren für gelungene Sustainability-Strategien beleuchtet.

Was macht eine erfolgreiche Nachhaltigkeitsstrategie im Einkauf aus? Das ist eine der Fragen, denen das Sustainable Procurement Barometer von EcoVadis und Accenture nachgeht. (Symbolbild: Deemerwha studio / AdobeStock)
Was macht eine erfolgreiche Nachhaltigkeitsstrategie im Einkauf aus? Das ist eine der Fragen, denen das Sustainable Procurement Barometer von EcoVadis und Accenture nachgeht. (Symbolbild: Deemerwha studio / AdobeStock)
Therese Meitinger
Autor(en) dieses Beitrags

Katharina Pfleger, Account Executive D-A-CH, EcoVadis.

Einkauf

Chief Procurement Officers und Beschaffungsorganisationen stehen vor einer beispiellosen Gelegenheit, Nachhaltigkeit als Katalysator für die Transformation zu nutzen. Indem sie die Beschaffung mit den Unternehmens-Nachhaltigkeitszielen in Einklang bringen, kann der Einkauf Organisationen auf dem Weg zu mehr Resilienz, Wachstum und Wertschöpfung vorantreiben.

Das jüngst veröffentlicht, neueste „Sustainable Procurement Barometer“ von EcoVadis und Accenture zeigt dieses Transformationspotenzial sehr deutlich auf. Basierend auf einer Befragung von fast 600 Einkäufern und Einkäuferinnen und mehr als 1.000 Lieferanten analysiert der Bericht die Herausforderungen und Chancen innerhalb der nachhaltigen Beschaffung. Darüber hinaus bietet das Barometer Einblicke in die Strategien, die von innerhalb ihrer Branchen führenden Unternehmen eingesetzt werden.

Die häufigsten Hindernisse

Obwohl die Dynamik zunimmt, gibt es sowohl für führende als auch für Mainstream-Programme noch erhebliche Hindernisse. Zu den wichtigsten Herausforderungen gehören:

  • Mangelndes Engagement und Akzeptanz der Führungsebene: Viele Organisationen tun sich schwer damit, verantwortungsbewusste Beschaffungsinitiativen zu fördern und Ressourcen zuzuweisen, was die Entwicklung stärker integrierter Beschaffungsprogramme behindert.
  • Unausgereifte Nachhaltigkeitskompetenzen: Beschaffungsteams benötigen neue Skills und Kompetenzen, um nachhaltige Praktiken effektiv umzusetzen.
  • Geringe ESG-Integration in Beschaffungstechnologien: Die Mehrheit der Organisationen hat Schwierigkeiten, Nachhaltigkeitsdaten in Beschaffungstechnologien zu integrieren, was das Leistungsmanagement in der gesamten Lieferkette einschränkt.
  • Begrenzte Sichtbarkeit und Einbindung der Wertschöpfungskette: Ein Mangel an globaler Sichtbarkeit über Nachhaltigkeitsrisiken in der Lieferkette und unzureichendes Lieferantenengagement erschweren die Priorisierung und Maßnahmen, insbesondere in Tier-n.
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Trotz dieser Herausforderungen zeigt das Barometer ermutigende Trends und Erkenntnisse auf:

  • Ausrichtung auf unternehmensweite Nachhaltigkeitsziele: Eine signifikante Anzahl von Programmen priorisiert die Erfüllung von unternehmensweiten Nachhaltigkeitszielen, was auf eine Verschiebung hin zu wertorientierten Beschaffungsstrategien hindeutet.
  • Fokus auf Scope-3-Dekarbonisierung: Sowohl führende als auch Mainstream-Programme priorisieren Reduktionen von Scope 3 und Netto-Null-Ziele, was die Bedeutung der umfassenden Behandlung von Umweltauswirkungen betont.
  • Konzentration auf soziale Herausforderungen: Mainstream-Programme priorisieren zunehmend soziale Herausforderungen innerhalb der Wertschöpfungskette, was einen ganzheitlichen Ansatz zur Nachhaltigkeit widerspiegelt, der Arbeitsrechte und DE&I umfasst.

Erfolgsfaktoren für nachhaltige Beschaffung

Aufbauend auf diesen Erkenntnissen und der Analyse der Praktiken der führenden zehn Prozent der Programme identifiziert das Barometer umsetzbare Empfehlungen, die Beschaffungsteams nutzen können, um das volle Potenzial ihrer Programme freizusetzen:

  • Etablierung einer soliden Grundlage für digitale Technologie, Analytik und Datenqualität.
  • Verbesserung der N-Tier-Transparenz: Tools wie Risk Mapping helfen einen besseren Einblick in die tieferen Ebenen der Wertschöpfungskette zu erhalten und so gezielte Strategien zu ermöglichen.
  • Einbindung von Lieferanten und Branchenpartnern: Fördern Sie die Zusammenarbeit mit Lieferanten, um die Einführung nachhaltiger Praktiken zu beschleunigen, und nutzen Sie Initiativen wie Programme zur CO2-Reduzierung.
  • Integration von ESG-Daten in Beschaffungsprozesse: Nutzen Sie Technologien zur Integration von zuverlässigen Nachhaltigkeitsdaten in die Beschaffungsprozesse, um eine fundierte Entscheidungsfindung und die strategische Einbindung des C-Levels zu ermöglichen.

Fazit: Nachhaltige Beschaffung ist der Schlüssel

Indem sich die Beschaffungsfunktion Nachhaltigkeit zu eigen macht und sie effektiv in die Prozesse integriert, kann der Einkauf nicht nur Risiken mindern und die betriebliche Effizienz steigern, sondern auch Compliance und Innovationen fördern und einen positiven Beitrag zur Erreichung der Unternehmensziele und Wertschaffung leisten.

Über die Autorin:

Katharina Pfleger ist Expertin für nachhaltige Beschaffungsprogramme und unterstützt in der D-A-CH-Region Kunden aus der Logistik- und Transportbranche, sowie aus anderen Sektoren bei ihren Initiativen zur Risikominderung und Wertschöpfung. Katharina hält einen Masterabschluss in Interdisciplinary Studies in Environmental, Economic and Social Sustainability der UAB und hält regelmäßige Vorträge zu ESG-Compliance und Nachhaltigkeit.

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