BESTgroup-Studie: CPS-Software mobil und firmenübergreifend: Von der Logistik 1.0 zur mobilen Industrie-Logistik 4.0

Dr. Torsten Becker, BESTgroup Consulting GmbH, Berlin
Dr. Torsten Becker, BESTgroup Consulting GmbH, Berlin
Redaktion (allg.)

Eine logistikorientierte Industrie-4.0-Vision kann nur dann funk­tionieren, wenn Lösungen firmenübergreifend, ortsunabhängig und mobil verfügbar sind. Nur so lassen sich Informationen nahtlos über Unternehmens-, Logistikdienst­leister- und Behördengrenzen austauschen.
Um diese Informationen optimal beschaffen und bereitstellen zu können, muss sich dieser Netzwerkgedanke in der Industrie-Logistik 4.0 stärker etablieren. In der Praxis entstehen die entsprechenden Softwareangebote für cyber-physische Systeme (CPS) auf Basis mobiler Computer und Sensorik nach einer BESTgroup-Studie aber nur für Firmen mit mehr als 500 Mitarbeitern. Meist handelt es sich dabei um unternehmensspezifische Entwicklungen. Gleichzeitig ignorieren viele Anbieter die technologie­affinen kleinen und mittelstän­dischen Unternehmen (KMU).

Um Netzwerkeffekte zu heben und die Informationsökonomik zu verbessern, sollten Forschung und Entwicklung daher vor allem an Projekten für diese innovationsfreudigen KMU arbeiten. Rein unternehmensspezifische Indus­trie-4.0-Leuchtturmprojekte dürfen dagegen nach meiner Meinung keine Förderung erhalten.

Auch die großen Fachvereinigungen und Industrieverbände sind gefordert, visionäre Akteure aus dem Mittelstand und deren unternehmensübergreifende Zusammenarbeit in Netzwerken stärker zu fördern. Nur so können sowohl die Anwender als auch die Entwickler neuer Mobilapplikationen für die Logistik 4.0 weitere Wettbewerbsvorteile erzielen.

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