Wenn Quantität zählt – Erfolgsfaktor Hochschulranking

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eine gute Ausbildung ist die beste Investition in eine erfolgreiche berufliche Zukunft. Als ehemaliges Privatschulkind habe ich diesen Satz öfter gehört, als mir lieb war. Und dennoch war auch ich hin und wieder geneigt zu denken, dass eine private Ausbildung meinem Lebenslauf das gewisse Etwas verpasst. Insbesondere dann, wenn das eigene Bildungsinstitut einen hervorragenden Ruf genießt. Das Prinzip, für die eigene Hochschule kräftig die Werbetrommel zu rühren, gehört insbesondere für private Universitäten heute nicht nur zum guten Ton, sondern ist fester Bestandteil der eigenen Marketingstrategie. Besonders vorteilhaft, um die eigene wissenschaftliche Bedeutung zu unterstreichen, sind natürlich Hochschulrankings, die regelmäßig kurz vor dem Beginn des Herbst/Winter-Semesters Hochkonjunktur haben. Wer sich dann auch noch im internationalen Vergleich auf einem der vorderen Plätze wiederfindet, kann auf regen Zulauf von Bewerbern hoffen.

Im Kampf um die vorderen Positionen in der Wissenschaft macht auch die Logistikforschung keine Ausnahme. Besonders die vielgepriesene Produktivität beim Publizieren einschlägiger Fachbeiträge scheint hier ein wichtiger Indikator zu sein. Geht man danach, ist die WHU – Otto Beisheim School of Management die Hochschule, an die sich angehende Logistiker und Forscherkollegen halten sollten. Die Privatuniversität aus Rheinland-Pfalz hat es nämlich geschafft, sich in einem weltweiten Hochschulranking in Sachen Forschungsproduktivität als einzige deutsche Universität unter den Top Ten zu platzieren (siehe News der Woche). Damit ist sie die produktivste Hochschule in ganz Europa. Wohl gemerkt: rein quantitativ. Denn die Studie, an der Mitglieder der WHU selbst mitgewirkt haben, ist kein Indikator für die Qualität der wissenschaftlichen Beiträge, sondern belegt lediglich die Menge des wissenschaftlichen Outputs.

Also vielleicht doch kein so guter Gradmesser? Ganz im Gegenteil: Wer viel forscht, kann eben auch dementsprechend viel beitragen. Die wichtigere Frage ist aber vielleicht nicht die nach der Platzierung in Ranglisten und Vergleichstabellen, sondern die Leistungen und Ansprüche, die eine Universität insgesamt ausmachen. Und da hilft, wie bei den Hochschulrankings auch, nur eines: ganz genau hinzusehen.

Eine anregende Lektüre für alle, die gerade nach einem Studienplatz für sich oder den Nachwuchs suchen, wünscht

Sandra Lehmann
Redakteurin LOGISTIK HEUTE

Sandra Lehmann
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