Warum müssen Firmen ihren Zustand auf Knopfdruck abrufen können?

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Guten Tag, „Produziert Software wie Autos“. Das war 2014 eine der Kernbotschaften, die Teilnehmer des Dortmunder Zukunftskongresses Logistik mit nach Hause nehmen sollten. Die Macher der Veranstaltung warnten davor, dass Deutschland es nicht Google, Amazon und Co. überlassen dürfe, clevere Tools zu entwickeln. Heimische Firmen sollten sich an die Speerspitze der (Logistik-)IT stellen.

In die gleiche Kerbe hauten die Veranstalter der 22. Aachener ERP-Tage (siehe News der Woche). Im Industrie-4.0-Zeitalter müsse ein Unternehmen „auf Knopfdruck“ den Stand der Produktion abrufen können, hieß es. Das sei Voraussetzung dafür, die Prognosefähigkeit zu verbessern. Dem kann man nicht widersprechen. Interessant an der Veranstaltung war wohl, dass speziell Mittelständler für die Thematik begeistert werden sollten. Die Aachener Denkfabrik ist nämlich nicht für Siemens oder Bosch ausgelegt, die sich schon tief ins Thema Industrie 4.0 eingegraben haben, sondern für die Tausenden kleinen Firmen, die das Rückgrat der deutschen Wirtschaft bilden.

Dass die besten Tools nichts helfen, wenn die Mitarbeiter streiken − das muss seit vergangener Woche die Deutsche Post DHL erfahren. Gestern berichtete nun die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“, dass der gelbe Riese Mitarbeiter guter Kunden einsetzte, die nun in einigen Verteilzentren Briefe und Pakete sortieren. Versandhäuser und Versicherungen seien mit dem Angebot auf den bestreikten Konzern zugekommen, hieß es aus der Bonner Postzentrale. Bleibt zu hoffen, dass das Briefgeheimnis trotzdem gewahrt wird und nicht ein Versicherungsmitarbeiter einen Brief eines Wettbewerbers „versehentlich ausschleust“. Oder denke ich da zu negativ?

Eine erfolgreiche Restwoche wünscht

Thilo Jörgl
Chefredakteur LOGISTIK HEUTE

Thilo Jörgl
ehem. Chefredakteur (bis 2018)

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