Versicherung in der Schifffahrt: Jetzt können sich Blockchains beweisen

Editorial Newsletter LOGISTIK HEUTE weekly

Guten Tag,

Anfang dieses Jahres gab es zwei große Technologiethemen: künstliche Intelligenz und Blockchain. Über letzteres hatte ich in der Titelgeschichte der Ausgabe 3/2018 von LOGISTIK HEUTE berichtet, da die Technologie sehr viel Potenzial für die Logistik bietet. Als ich zwei Monate später erneut einen Artikel zu Blockchains verfasste, erstaunte es mich, wie viele beeindruckende Anwendungen in der kurzen Zwischenzeit entstanden sind. Ob ein digitaler Schlüssel von Porsche für die Kofferraum-Zustellung von Paketen oder eine globale Tracking-Lösung für Pharmaprodukte von DHL, Blockchain-Anwendungen für die Logistik nahmen eine immer klarere Gestalt an. Die Reederei Maersk und deren Partner Guardtime, EY und Microsoft gehen jetzt allerdings mit der neuen Blockchain-Versicherungsplattform „Insurwave“ noch einen Schritt weiter.

Bisher waren die Blockchain-Anwendungen in der Logistik eher experimenteller Natur oder konzentrierten sich auf Nischen. Die Technik für den digitalen Schlüssel von Porsche wurde bis jetzt nur versuchsweise in ein Auto eingebaut. Das Pharma-Tracking von DHL ist ein Prototyp. Die Tracking-Lösung „Everledger“ basiert zwar auch auf einer Blockchain und ist ausgereifter, sie konzentriert sich jedoch auf den speziellen Bereich des Diamantenhandels. Die neue Versicherungsplattform Insurwave soll jedoch den Massenmarkt erobern. Die Entwickler bei Guardtime und EY rechnen mit 1.000 erfassten Schiffen im ersten Jahr. Der Pilotkunde ist der Reederei-Gigant Maersk. Blockchain goes big. Mehr dazu können sie in unserer News der Woche der lesen.

Mit Insurwave geht die Blockchain-Reise in die nächste Phase. Jetzt zeigt sich, ob die Technologie wirklich die von vielen angekündigten Vorteile bietet, oder ob die Bedenkenträger recht hatten. Schaffen Blockchains allgemein anerkannte, vertrauenswürdige Datengrundlagen? Oder gibt es Sicherheitslücken, durch die man die Daten in der angeblich sehr manipulationssicheren Blockchain doch fälschen kann? Machen Blockchains wichtige Informationen schnell verfügbar? Oder wirken sich der große Rechenaufwand und damit der große Stromverbrauch als Bremsklötze aus? Es wird spannend!

 

Eine inspirierende Newsletterlektüre wünscht Ihnen László Dobos
Redakteur LOGISTIK HEUTE

Redaktion (allg.)

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