Urbane Logistik: Warum es für die Logistik noch enger wird

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Guten Tag, sind Sie passionierter Autofahrer oder pendeln Sie am liebsten mit Bus und Bahn zur Arbeit? Oder bevorzugen Sie gar das Fahrrad oder den E-Scooter? Was auch immer Ihr Favorit ist – Vorteile könnte Ihnen zukünftig keines dieser Fortbewegungsmittel mehr bringen. Zumindest wenn Sie in einer der 100 größten Städte der Welt leben. Denn hier könnte es zukünftig noch enger werden auf den Straßen und wahrscheinlich auch auf den Bürgersteigen.

Glaubt man einer Studie des Beratungsunternehmens McKinsey, die kürzlich in Zusammenarbeit mit dem World Economic Forum entstand, führen der wachsende E-Commerce und die damit verbundenen Letzte-Meile-Dienste nämlich zu mehr Stau und einem Anstieg klimaschädlicher Emissionen. Um ganze 78 Prozent soll die Nachfrage nach der Belieferung in Innenstädten bis 2030 laut der Prognose steigen. Heruntergebrochen auf den einzelnen Verkehrsteilnehmer müssen Pendler spätestens dann täglich rund elf Minuten mehr für eine Wegstrecke durch urbane Zentren einplanen. Und das nur, weil rund 36 Prozent mehr Lieferfahrzeuge die ohnehin schon vollen Straßen verstopfen werden (siehe News der Woche).

Das sind nicht nur schlechte Nachrichten für all jene, die es urban mögen und zur Arbeit pendeln müssen, sondern auch für die Umwelt. Rund 25 Millionen Tonnen mehr CO2 bedeutet allein der Anstieg der Dienste auf der letzten Meile.

Wie McKinsey analysierte, werden auf Dauer immer mehr Produkte – auch die des täglichen Bedarfs – im Netz geordert werden. Außerdem wird nach Auffassung des Beraters die Nachfrage nach Same-Day-Belieferungen in den Top-100-Städten um 20 bis 40 Prozent steigen. Einen Ausweg aus dem bevorstehenden Dilemma sieht McKinsey neben der Nutzung moderner und nachhaltiger Technologien auch in einer Zusammenarbeit der einzelnen KEP-Dienste. Ob diese Idee Gehör finden wird, bleibt abzuwarten.

Eine erkenntnisreiche Lektüre wünscht

Sandra Lehmann
Redakteurin LOGISTIK HEUTE

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Sandra Lehmann
Redakteurin

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