Markenarbeit lohnt sich in der Transportlogistik und hilft auch gegen den Hunger

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Guten Tag,

vielleicht hat Ihr Magen auch schon mal zu knurren begonnen als Sie auf einer Geschäftsreise abends an einem fremden Bahnhof oder Flughafen standen. Der Körper sagt, dass es Zeit für das Abendessen ist, doch der heimische Kühlschrank ist keine Option. Ich gehe in solchen Situationen gerne in ein Restaurant, das einer Kette angehört, die ich kenne. Nicht weil die anderen Restaurants unbedingt schlecht sind, sondern weil ich bei meinen bevorzugten Restaurantketten weiß, was ich bekomme. Im Grunde geht es bei einer Marke genau darum: Sie sollen dem Kunden ein klares Gefühl dafür geben, was er von einem Produkt erwarten darf, noch bevor er es kauft oder ausprobiert. Damit soll die Marke das Unternehmen im Markt hervorheben, auch wenn er groß und unübersichtlich ist. Bei den Systemgastronomen an den großen Bahnhöfen und Flughäfen funktioniert es. Aber auch Transportlogistiker erkennen immer mehr die Vorteile einer starken Marke.

Laut einer aktuellen Befragung der Kölner Agentur Get the Point sind etwa drei Viertel der Unternehmen aus dem Bereich Transportlogistik davon überzeugt, dass eine gute Markenarbeit sich beim Kunden auszahlt (siehe News der Woche). 2016 war es nur etwa die Hälfte der befragten Unternehmen. Bei der Umsetzung hapere es allerdings, berichtet die auf Markenarbeit in der Logistik spezialisierte Agentur aus Köln.

Nur wenige Firmen messen systematisch, wie ihre Marke ankommt. Wenn man allerdings nicht weiß, wo man jetzt steht und in der Vergangenheit stand, kann man auch nicht sagen, ob man besser geworden ist. Daher sind Messungen für eine systematische Markenarbeit wichtig.

Die Studie zeigt auch, dass viele Unternehmen aus dem Bereich Transportlogistik digitale Kanäle nur zögerlich oder gar nicht für das Marketing nutzen. Sicher, eine Firma muss nicht alle soziale Medien nutzen. Wer sich als bodenständiges, zuverlässiges und auf überflüssiges verzichtendes Transportunternehmen zeigen will, der sollte nicht mit aller Gewalt versuchen, sich auf der künstlerisch angehauchten Fotoplattform Pinterest zu etablieren. Lkw-Bilder passen schlecht auf ein Medium, das für Hochzeitsfotos und Beauty-Tipps bekannt ist. Doch gänzlich auf digitale Kanäle im Marketing zu verzichten, wie es eine erhebliche Minderheit der Transportlogistiker tut, kann gefährlich werden. Wer nicht gesehen wird, bekommt irgendwann auch keine Aufträge. Dabei bietet die digitale Sphäre besonders für kleine Unternehmen gute Möglichkeiten, sich erfolgreich zu präsentieren.

Eine angenehme Lektüre wünschtLászló Dobos Redakteur LOGISTIK HEUTE

PS: LOGISTIK HEUTE engagiert sich in Sachen Marken in der Logistik und vergibt den Preis BESTE LOGISTIK MARKE im zweijährigen Rhythmus. Das nächste Mal wird der Preis 2019 verliehen. Informationen zum Ablauf und den Gewinnern 2017 finden Sie hier.

Redaktion (allg.)

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