LogiMAT 2017: Intralogistikmesse endet mit Rekordzahlen

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Guten Tag, neue Rekordmarken bei Besuchern, Ausstellern und Fläche – die LogiMAT in Stuttgart ist erneut gewachsen und verbucht damit 2017 in ihrer 15. Ausgabe den stärksten Zuspruch, den sie jemals hatte (siehe News der Woche).
 
Die Intralogistik-Leistungsschau stand unter dem Motto „Wandel gestalten:  Digital – Vernetzt – Innovativ“. Diesen Leitspruch haben die Messeveranstalter alles andere als willkürlich gewählt: Digitalisierung, Industrie 4.0, Vernetzung, Automatisierung, Künstliche Intelligenz, Data Analytics – um brandaktuelle Themen wie diese dürften sich tatsächlich viele der Fachgespräche auf der LogiMAT 2017 gedreht haben.
 
Denn Fortschritte in IT und Technik bringen ganz neue Möglichkeiten mit sich. Das große Interesse an einer Intralogistikfachmesse wie der LogiMAT zeigt mir zum einen, dass ein hohes Maß an Informationsbedarf besteht. Und zum anderen schließe ich daraus, dass es dem Menschen als soziales Wesen nach wie vor auf den persönlichen Austausch ankommt und die Möglichkeit, Innovationen zu „erleben“.

Bei aller Begeisterung über Innovation und Weiterentwicklung sollte man aber nicht vergessen, dass die Technik dem Menschen dienen muss und nicht umgekehrt. Dies sprach auch Prof. Dr. Michael ten Hompel, geschäftsführender Institutsleiter des Fraunhofer IML in einem der 31 Fachforen auf der LogiMAT an.
 
Es ist davon auszugehen, dass Mensch und Maschine in Zukunft noch stärker interagieren werden. Neue Formen der Zusammenarbeit sind gefragt. Auf der LogiMAT zeigte das Fraunhofer IML mit „Emili“ (Ergonomischer, mobiler, interaktiver Ladungsträger für die Intralogistik) ein sehr greifbares Beispiel, wie das Zusammenspiel im Lager der Zukunft aussehen könnte.
 
Beim Emili-Prototypen handelt es sich laut den Dortmunder Forschern um das erste autonome Fahrerlose Transportfahrzeug, das eine intuitive Kommunikation zwischen Mensch und Maschine möglich macht. Emili lässt sich über Gesten steuern, heranwinken und auch wieder fortschicken. Das Transportfahrzeug steht per Funk in direkter Interaktion mit den menschlichen Kollegen – mithilfe von Wearables, Smartphones, Tablets oder Smart Glasses. Und an der Front hat Emili ein virtuelles Gesicht, ein E-Ink-Display, über das die Maschine zeigt, wie es ihr geht. „Es wird uns bald ganz normal vorkommen, mit einer Kiste zu reden“, sagte Wissenschaftler ten Hompel.
 
Ich bin gespannt, ob er recht behalten wird. Denn die Frage, wie Mensch und Maschine in Zukunft interagieren werden, ist eine der wichtigsten, die wir – nicht nur bezogen auf die Intralogistik – zu beantworten haben.
 
Falls Sie nicht auf der LogiMAT sein konnten oder nochmals die Messe Revue passieren lassen wollen, empfehle ich Ihnen den PDF-Download der drei Ausgaben der offiziellen Messezeitung „LogiMAT Daily“, an der die Redaktion LOGISTIK HEUTE mitwirkte. Die Nachlese zu den Highlights der LogiMAT 2017 finden Sie in der April-Ausgabe von LOGISTIK HEUTE.

Aus Stuttgart grüßt Sie
 
Matthias Pieringer
Stellv. Chefredakteur LOGISTIK HEUTE
 
PS: Wie wir vergangene Woche berichtet hatten, sind die Testtage für den International Forklift Truck of the Year Award, kurz IFOY, am 8. März in der Messehalle 4 in München zu Ende gegangen. Eine Hilfestellung für die Jury waren dabei die IFOY-Testberichte von Theo Egberts und die Bewertungen aus dem sogenannten IFOY Innovation Check. Für insgesamt zwölf Nominierte in den vier Kategorien Warehouse Trucks, Special Vehicle, AGV/Shuttle und Special of the Year wurden die Berichte erstellt. Die Details können Sie hier auf unserer Homepage nachlesen. Die Sieger bleiben aber bis zur Preisverleihung am 9. Mai in der Münchner BMW Welt noch geheim.

Matthias Pieringer
Chefredakteur (V.i.S.d.P.)

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