Klimaschutz – Was kann die Logistik tun?

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Guten Tag, seit einem Jahr bekommt das Thema „Klima“ eine ganz neue Aufmerksamkeit. Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg stellte sich am 20. August 2018 mit einem Schild mit der Aufschrift „Skolstrejk för klimatet“ („Schulstreik für das Klima“) vor den Schwedischen Reichstag in Stockholm. Das Schild und Greta zogen eine weltweite Protestaktion von Schülern nach sich – auch bekannt unter dem Namen „Fridays for Future“. Wie man zu dem Thema steht, sei dahingestellt. Fakt ist, das Klima ist in aller Munde – und zwar auch in der Logistik.

Gerade befindet sich Greta auf dem Weg nach New York zum UN-Klimagipfel. Und zwar auf einem Segelboot. Denn sie möchte wegen des Klimas nicht in ein Flugzeug steigen, das Kohlendioxid ausstößt. So weit, so gut. Was man als Logistiker tun kann, das fragte sich auch Cornelius Bockermann. Früher betrieb er eine eigene Reederei, die Schwertransporte für die Ölindustrie ausführte. Nach 20 Jahren Arbeitsleben kam er zu dem Schluss, dass die konventionelle Schifffahrt „eine Schweinerei“ sei und brachte gemeinsam mit Freiwilligen das Frachtsegelschiff „Avontuur“ („Abenteuer“) auf Vordermann. Im August 2016 stach das erneuerte seefrachttaugliche Schiff dann erstmals in See und beendete Anfang Juli 2019 seine mittlerweile vierte Passage. Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in unserem Fachartikel der Woche.

Anders als Greta Thunberg kann die Logistik – gerade bei eiligen Transporten – nicht auf das Flugzeug verzichten. Aber was könnte die Luftfracht „grüner“ machen? Eine Antwort könnten sogenannte E-Fuels sein. Das sind synthetische Treibstoffe, die unter Verwendung von Strom aus erneuerbaren Quellen, Wasser und CO2 produziert werden. Die Geschäftsführerin des Deutschen Verkehrsforums (DVF) Dr. Heike van Hoorn plädierte anlässlich der Nationalen Luftfahrtkonferenz am 21. August am Flughafen Leipzig/Halle für die Forschung an CO2-neutralem Treibstoff. Mehr dazu lesen Sie in unserer News der Woche.

Sie müssen ja nicht Waren mit einem Floß transportieren oder zum Meeting nach London schwimmen. Aber wenn Sie sich jetzt fragen, was Sie in Ihrer Supply Chain zum Klimaschutz beitragen können, dann sind Sie sicherlich auf einem guten Weg. Gerade weil die Klimafrage immer wichtiger wird, gibt es immer mehr Alternativen – zum Beispiel Lastenräder für die letzte Meile. Über Alternativen zumindest nachzudenken könnte schon mal ein Anfang sein. Denn: Auch mit kleinen Schritten kommt man vorwärts.

Eine erkenntnisreiche Lektüre wünscht
 
Melanie Endres
Redakteurin LOGISTIK HEUTE

 

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