Doppelstock-Logistikzentrum eingeweiht: Ist die Höhe die Lösung?

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Guten Tag, lange Zeit vermutet und im Oktober 2018 die bittere Bestätigung: Die Verfügbarkeit von Logistikflächen und -arbeitskräften ist alarmierend – so die Grundaussage der dritten Logix-Studie.

Die Kernaufgabe der Studie war es, die unterschiedlichen Flächen- und Arbeitskräftepotenziale in 23 deutschen Logistikregionen zu analysieren. Das Grundergebnis war zwar zu erahnen – dass es aber keine einzige Logistikregion mit ausreichend verfügbaren Flächen und gleichzeitig auch genügend Arbeitskräften gibt, war dann doch etwas überraschend (LOGISTIK HEUTE berichtete).

Das Resultat zeigt, dass sich etwas tun muss. Ansätze gibt es viele, um mit den Herausforderungen der wachsenden Paketberge, dem boomenden E-Commerce und der Digitalisierung fertig zu werden. Seien es Mischlösungen für Logistikimmobilien oder ein grundlegendes Umdenken im Versandhandel oder bei den Endkunden. An der Umsetzung hapert es jedoch oft – egal ob aus organisatorischen, bürokratischen oder schlicht zeitlichen Gründen.

Umso erfreulicher ist es aber, dass es auch anders geht. Die französischen Nachbarn machen es vor und haben zum 29. Januar eine doppelgeschossige Logistikimmobilie eröffnet. Die beiden namhaften Mieter, Ikea und Leroy Merlin, teilen sich das Gebäude in Gennevilliers, einem Vorort von Paris. Über eine Rampe können Lkw auch das obere Stockwerk direkt ansteuern und auf einer Fläche von 80.000 Quadratmetern ist so ein Logistikzentrum mit einer Nutzfläche von 63.000 Quadratmetern entstanden. Näheres zu dem Pariser Doppelstockprojekt lesen Sie in unserer News der Woche.

GSE und Vailog (Segro Group) sind die Verwirklicher dieser französischen Logistikimmobilie. Und GSE-Deutschland-Chef Dany Brodhag sieht in „Paris Air² Logistique“ ein Vorbild für mehrgeschossige Logistikimmobilien. Sie sollen auch in Deutschland gebaut werden. Dem Problem des Arbeitskräftemangels kann so zwar nicht entgegengewirkt werden, aber könnte das die passende Antwort auf den Flächenmangel sein?

Wir werden sehen, was die Zukunft bringt und wie hoch hinaus es für die Logistik geht.

Eine erkenntnisreiche Newsletterlektüre wünscht

Melanie Endres
Redakteurin LOGISTIK HEUTE

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