Digital-Gipfel 2019: Ein Sturz und zwei Highlights

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Guten Tag, der vom Wirtschaftsministerium organisierte Digital-Gipfel gehört zu den Prestigeprojekten der Bundesregierung: Hier werden die Ergebnisse der zehn Plattformen präsentiert, die sich das Jahr über mit zehn Handlungsfeldern der digitalen Transformation beschäftigt haben. Vom 28. bis 29. Oktober 2019 standen in Dortmund dabei „Digitale Plattformen“ im Fokus.

Dass dann ausgerechnet der unglückliche Sturz von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier von einer gänzlich undigitalen Plattform die größte Aufmerksamkeit auf sich zog, ist misslich. Zum einen natürlich für Herrn Altmaier, dem eine weiterhin gute Genesung zu wünschen ist. Zum anderen für Projekte wie den „LoadRunner“ des Fraunhofer IML, der auf dem Digital-Gipfel seine Weltpremiere feierte.

Das High-Speed-Fahrzeug kann sich mit anderen „LoadRunnern“ im Schwarm organisieren und bei Bedarf sogar für Transportaufträge zusammenkoppeln. Dank künstlicher Intelligenz ist es in der Lage, selbstständig Aufträge anzunehmen und zu verhandeln. Dass die Fahrzeuge mit einer rasanten Geschwindigkeit von bis zu zehn Metern pro Sekunde agieren, machen Netze im latenzfreien 5G-Standard möglich.

Leider ist der Ausbau des 5G-Mobilfunknetzes in Deutschland noch entwicklungswürdig. Und auch die Bundesregierung machte dabei oft keine gute Figur. So geriet erst die Bundesnetzagentur in die Kritik, weil das Vergabeverfahren der nationalen Lizenzen nach Meinung vieler die Preise künstlich in die Höhe trieb. Und zuletzt berichtete das Handelsblatt über angebliche Pläne des Bundesfinanzministeriums, die Preise für die Lizenzen lokaler 5G-Lizenzen bis zu fünfmal höher zu veranschlagen als ursprünglich von der Bundesnetzagentur geplant. Dabei sind gerade die lokalen 5G-Netze für die deutsche Industrie interessant.

Doch zumindest in dem letzten Punkt gab es Entwarnung: Bundeskanzlerin Angela Merkel kündigte auf dem Digital-Gipfel günstige Lizenzen für die lokale Nutzung des Mobilfunkstandards an. Dem IT-News-Portal Golem zufolge sagte sie, die Bundesnetzagentur werde wohl in wenigen Tagen Details zur Verfügungstellung des Frequenzbereichs für lokale Netze veröffentlichen. Die Kosten seien mittelstandsfreundlich. „Das heißt also, es wird sich dann für deutsche Unternehmen rentieren, im eigenen Unternehmen sehr schnell Zugriff auf 5G zu haben“, so Bundeskanzlerin Merkel. Ein weiteres Highlight des Digital-Gipfels.

Mehr zum High-Speed-Schwarm von „LoadRunnern“ lesen Sie in unserer News der Woche.

Eine interessante Newsletter-Lektüre wünscht Ihnen

Therese Meitinger
Redakteurin LOGISTIK HEUTE
 
PS: Wir von LOGISTIK HEUTE verlosen zweimal ein Tagesticket für die Logistics Digital Conference (LDC!), die am 28. November 2019 im Rahmen der Hypermotion in Frankfurt am Main stattfindet. Teilnehmen können alle volljährigen Leser, die uns bis Montag, den 4. November, 12:00 Uhr, eine E-Mail mit dem Betreff „LDC!“ an redaktion@logistik-heute.de senden. Die Gewinner werden binnen drei Tagen nach Ablauf dieser Frist per E-Mail verständigt. Bitte nicht vergessen, Name, Anschrift und E-Mail anzugeben. Die Daten werden nur für die Abwicklung der Verlosung genutzt und anschließend gelöscht (https://www.huss.de/de/datenschutzbestimmungen.html). Der Gewinn umfasst das Eintrittsticket im Wert von 355 Euro, die Reisekosten müssen vom Gewinner selbst getragen werden. Der Wert des Tickets kann nicht ausbezahlt werden.

 

Therese Meitinger
Redakteurin

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