Deutscher Verpackungspreis 2017 – Die Abräumer sind …

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Guten Tag, Schönes macht beim Shoppen deutlich mehr Spaß. Bunte Tiegel, formvollendete Tuben und haptisch anspruchsvolle Verpackungen aus dem Regal zu ziehen und sich anschließend in den Küchenschrank oder auf die Badezimmerablage zu stellen, erfüllt mich als begeisterte Konsumentin immer wieder mit fast kindlicher Freude. Insofern hat es sicherlich seine Berechtigung, dass in der Kategorie „Gestaltung & Veredelung“ des Deutschen Verpackungspreises 2017 ganze sieben Trophäen an glückliche Gewinner überreicht wurden.

In der Rubrik „Logistik & Materialfluss“ hingegen gab es nur eine einzige Ehrung – für die Entwicklung eines Übersee- und flugtauglichen Fahrradtransportkartons. Aus Sicht der Redakteurin eines Logistikfachmagazins ist das natürlich eher schwach. Dabei sähen wir ohne anständige Transportverpackung alle ganz schön alt aus – gerade als passionierte Shopper. Ist das, was wir gern haben wollen, nämlich auf dem Weg ins Ladenregal nicht ausreichend geschützt, findet es aller Wahrscheinlichkeit nach auch nicht auf unsere Badezimmerablage, den Küchenschrank oder den Esstisch. In diesem Sinne wäre etwas mehr Aufmerksamkeit für diesen Teilbereich der Verpackungswirtschaft durchaus ratsam — bei Konsumenten wie Herstellern gleichermaßen.

Ohne richtige Abfüllung geht natürlich auch nichts. Immerhin ein Bereich, der beim Deutschen Verpackungspreis und den dazugehörigen Gold-Awards mit vier Trophäen richtig absahnen konnte. Die Entwicklung eines neuartigen Dosiersystems für pulverartige Schüttgüter durfte sich gar über beide Auszeichnungen freuen. Das trägt nicht nur der Tatsache Rechnung, dass technisch ausgefeilte Maschinen für einen reibungslosen Verpackungsprozess und eine funktionierende Logistik unersetzlich sind. Die Ehrungen in diesem Bereich zeigen auch, dass Verpackungsmaschinen immer intelligenter werden müssen, um im Industrie-4.0-lastigen Wettbewerb mithalten zu können. Die Preisträger in der Rubrik „Verpackungsmaschinen“ haben das geschafft. Bleibt zu hoffen, dass im kommenden Jahr viele weitere solcher Lösungen mit einer Auszeichnung bedacht werden.

Einer der Gewinner in der Veredelungssparte durfte sich im Übrigen ebenfalls über einen Gold-Award freuen – für die moderne Neuinterpretation des klassischen Bocksbeutels. Im Sinne der Verständigung zwischen Schönheit und logistischem Nutzen würde ich allen Weinliebhabern unter unseren Lesern deshalb empfehlen, heute Abend mal ein Gläschen auf die Transportverpackung und die Verpackungsmaschinenhersteller zu trinken. Ganz einfach, weil wir das gute Fläschchen, das wir gerade geöffnet haben, sonst nicht genießen könnten. Klappt übrigens auch mit Bier.
 
Einen formschönen Feierabend wünscht

Sandra Lehmann
Redakteurin LOGISTIK HEUTE

Sandra Lehmann
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