Deutscher Logistik-Preis 2018: Der Gewinner heißt …

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Guten Tag, die Entscheidung ist gefallen: Der Preisträger des diesjährigen Deutschen Logistik-Preises heißt KOMSA. Vertreter des Telekommunikationsdistributors durften am frühen Abend die Trophäe im Rahmen der Abendgala des Deutschen Logistik-Kongresses in Berlin in Empfang nehmen. Im Namen des LOGISTIK HEUTE-Teams gratuliere ich dem Team um Produktionsvorstand Sven Mohaupt herzlich!
 
Als Mitglied der Jury kann ich sagen: Hut ab vor dieser Firma! Mit Unternehmen wie DHL oder dem zur Thales-Gruppe gehörenden Protostellar hatte der Distributor aus dem mittelsächsischen Hügelland richtig harte Brocken als Mittbewerber um den Award der BVL. Aber am Ende des Entscheidungsprozesses um den Preis stimmt die Jury über Leistungen ab − und nicht über Firmengrößen.
 
Und geleistet haben die KOMSA-Mitarbeiter aus dem Dörfchen Hartmannsdorf jede Menge – vor allem in logistischer Hinsicht. Dass eine Firma für die Bündelung sämtlicher Logistikprozesse in einem Erweiterungsprojekt 30 Millionen Euro auf den Tisch blättern muss, ist an und für sich nichts Besonderes. Das Besondere ist im Fall KOMSA jedoch die Strategie, die hinter dem Projekt stand und welche Ergebnisse damit erzielt werden konnten.
 
Um digital und flexibel wirtschaften zu können, setzt das Unternehmen auf „Klassiker“ wie Routenzüge und ein Automatiklager vom Typ „Autostore“. Letzteres ist inzwischen bekanntlich ein Verkaufsschlager. Das Spannende am Projekt der Sachsen ist jedoch, wie das System mit seinen 35 Robotern mit einer Sauerstoffreduzierungslösung für den Brandschutz kombiniert wurde. So etwas gab es hierzulande wohl bisher nicht.
 
Bewundernswert ist auch, wie detailliert und konsequent sich das Unternehmen an den Bedürfnissen seiner rund 10.000 Handelskunden ausgerichtet und die physische mit der digitalen Welt verbunden hat – Stichwort „digitaler Zwilling“. Um dem Wettbewerb in puncto Bits und Bytes eine Nasenlänge voraus zu sein, arbeiten inzwischen mehr als 100 der 1.800 KOMSA-Mitarbeiter in der IT-Abteilung. Und diese haben zusammen mit Logistikern und Partnerfirmen Erstaunliches geleistet. So konnte beispielsweise die Durchlaufzeit für etwa die Hälfte der Aufträge von dreieinhalb Stunden auf rund eine Stunde gesenkt werden.
 
Auch in puncto Flexibilität kann sich mancher Konzern von dem Mittelständler eine Scheibe abschneiden: KOMSA ist in der Lage, die Versandleistung von 10.000 auf 25.000 Paketsendungen zu steigern – pro Tag wohlgemerkt. Seit der Gründung 1992 haben die Sachsen übrigens vieles richtig gemacht. Das spiegeln nicht nur die Unternehmenszahlen wider, sondern auch Anerkennungen anderer: KOMSA wurde 1999 als Preisträger und 2004 als Premier-Finalist des Wettbewerbs Großer Preis des Mittelstandes der Oskar-Patzelt-Stiftung ausgezeichnet. Morgen kann Produktionsvorstand Mohaupt zu diesen Trophäen auch den Deutschen Logistik-Preis stellen.
 
Vom Deutschen Logistik-Kongress grüßt Sie herzlich
 
Thilo Jörgl
Chefredakteur LOGISTIK HEUTE
 
PS: Falls Sie nicht in Berlin sind: Hier geht es zu unserer ersten Bildergalerie vom Kongress. Und in der kommenden LOGISTIK HEUTE-Ausgabe, die am 16. November erscheint, lesen Sie wieder das Wichtigste vom Gipfeltreffen der Logistiker in unserer kompakten Nachlese.

Thilo Jörgl
ehem. Chefredakteur (bis 2018)

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