Blockchain: Warum Deutschland nur Mittelmaß ist

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Guten Tag, aus Sicht anderer Länder sind wir Deutschen in einigen Kategorien immer noch weit vorn: Autobau, Bier brauen und Müll trennen. Gern wird das ins Feld geführt, sobald es um die Tugenden der Bundesrepublik geht. Dreht es sich allerdings um Zukunftsthemen wie die viel beschworene Digitalisierung oder die Nutzung von künstlicher Intelligenz steht Deutschland auf der Liste der Vorreiter nicht unbedingt ganz oben.

Mit dem Thema Blockchain – ebenfalls ein nicht wegzudenkendes Schlagwort unserer Zeit –  scheint es sich ähnlich zu verhalten. Hier ist die deutsche Wirtschaft einer repräsentativen Umfrage des Digitalverbands Bitkom zufolge lediglich Mittelmaß. Zumindest sehen die 1.004 befragten Unternehmen uns Deutsche im internationalen Vergleich eher im Hintertreffen, wenn es um die Anwendung der Blockchain geht (siehe News der Woche).

Das ist nicht nur in Hinblick auf den weltweiten Wettbewerb schade. Laut der befragten Experten bietet die Technologie nämlich vor allem für logistische Anwendungen und Lieferkettenstrukturen entscheidende Vorteile – zum Beispiel in Sachen Effizienz und Vertrauen. Argumente, die insbesondere bei kleinen und mittelständischen Unternehmen noch nicht zu fruchten scheinen. Von diesen beschäftigen sich der Studie zufolge nämlich gerade mal zwei Prozent mit den Chancen und Risiken der Blockchain. Geht das so weiter, werden wir wohl über Mittelmaß nicht hinauskommen. Bleibt zu hoffen, dass mit der Etablierung der Technologie auch die Deutschen noch auf den Blockchain-Zug aufspringen. Damit es irgendwann heißt, wir sind nicht nur die besten Bierbrauer, sondern auch die mit der sichersten Lieferkette.

Eine inspirierende Lektüre wünscht

Sandra Lehmann
Redakteurin LOGISTIK HEUTE

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Sandra Lehmann
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