Bilanzzahlen Lagertechnik: Was die Römischen Verträge mit Intralogistik zu tun haben

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Guten Tag, vor 60 Jahren unterschrieben die Vertreter der Benelux-Staaten, Frankreichs, Italiens und Deutschlands in Rom ein umfassendes Vertragswerk zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit und legten damit das Fundament für die Europäische Union. Das sollte heute auch für deutsche Intralogistikanbieter ein Grund zum Feiern sein. Denn wie die Zahlen des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) für das Jahr 2016 offenlegen, profitieren deutsche Hersteller von Intralogistiktechnik enorm von einem einheitlichen europäischen Wirtschaftsraum.

Zwar ging das Exportvolumen für den Wirtschaftsbereich weltweit etwas zurück, doch in Europa liefen die Geschäfte gut, sogar besser als 2015 (siehe News der Woche). Deutsche Firmen exportierten 2016 Lagertechnik im Wert von 8,5 Milliarden Euro in europäische Länder, der Exporterlös in der restlichen Welt betrug etwa fünf Milliarden. Auch ein so wichtiges Land wie die USA ist mit Intralogistikeinkäufen in der Höhe von gut einer Milliarde Euro im Vergleich zu unserer direkten Nachbarschaft ein deutlich kleinerer Abnehmer. Und Europa ist laut VDMA nicht nur jetzt ein guter Markt, sondern bietet auch gute Aussichten.

Der Vorsitzende des VDMA-Fachverbands Fördertechnik und Intralogistik, Dr. Klaus-Dieter Rosenbach, spricht von einem „enormen Sog“, den Industrie 4.0 im europäischen Markt erzeuge. Ohne die jahrzehntelange Zusammenarbeit, die mit den römischen Verträgen begann, und ohne den Binnenmarkt wäre der Export für deutsche Hersteller in die Nachbarländer deutlich schwieriger. Eine Wertschöpfung von mehreren Milliarden Euro allein bei der Herstellung von Intralogistikanlagen würde wahrscheinlich schlicht nicht stattfinden. Wenn auch manche es für schick halten, über die europäische Zusammenarbeit und die EU zu schimpfen, für die deutsche Wirtschaft sind sie sehr viel wert.

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László Dobos
Redakteur LOGISTIK HEUTE

Redaktion (allg.)

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