Logistik-Gehälter: Warum Wunsch nicht immer Wirklichkeit trifft

Editorial Newsletter LOGISTIK HEUTE weekly

Guten Tag, spätestens mit Eintritt ins Arbeitsleben lernen wir: Angebot und Nachfrage stehen in einem engen Verhältnis. Sind die Stellenangebote in weniger gefragten Berufen etwa sehr begrenzt, brauchen sich beispielsweise Ingenieure aktuell keine Sorgen um ihr berufliches Fortkommen zu machen. Leider geht diese Rechnung nicht für alle Berufsgruppen auf, wie der Gehaltsreport 2020 des Job-Matching-Portals BirdieMatch zeigt. Denn obwohl in der gesamten Logistikwirtschaft ein immens hoher Fachkräftemangel beklagt wird, liegen die angebotenen Gehälter für die meisten Logistikberufe deutlich tiefer als von Interessenten gewünscht. 10.000 Euro und mehr misst der Unterschied beim Jahresgehalt zwischen dem, was sich Arbeitnehmer vorstellen und dem, was Unternehmen bereit sind zu zahlen.

Wer jetzt denkt, das trifft vor allem die unteren Hierarchiestufen aus der Lagerverwaltung oder dem Transportbusiness, der irrt gewaltig. Betroffen sind BirdieMatch zufolge vor allem Führungskräfte aus den Bereichen Operations und Vertrieb. „Gerade in Leitungsfunktionen beobachten wir nach wie vor eine große Diskrepanz zwischen Wunschgehalt und dem Gehaltsangebot der Arbeitgeber“, erklärt BirdieMatch-Geschäftsführer Bernd Vögele und betont, dass dieses Vorgehen nicht gerade die beste Art ist, Wechselwillige für sich zu gewinnen.

Zumal nicht nur Arbeitnehmer Wünsche zu haben scheinen. Auch Arbeitgeber treiben gewisse Sehnsüchte, wenn es um künftige Mitglieder der Belegschaft geht. So stehen bei Unternehmen aus der Logistik laut der Job-Matching-Plattform etwa Digital Natives und Mitarbeiter mit Landverkehrserfahrung hoch im Kurs.
 
Immerhin, einen Silberstreif am Gehaltshorizont gäbe es: Wie BirdieMatch ermittelte, nehmen immer mehr Arbeitgeber die sogenannten „Heart Skills“ endlich ernst und bieten Leistungen an, die über das reine Gehalt hinausgehen. Lediglich bei den Themen Homeoffice und Firmenwagen sind Arbeitnehmer aus der Logistikwirtschaft noch nicht so ganz zufrieden mit ihren Chefs.

Wer in der Logistik trotz der mauen Gesamtsituation gut verdient und wer klar benachteiligt wird, lesen Sie in unserer News der Woche.

Eine erkenntnisreiche Lektüre wünscht

Sandra Lehmann
Redakteurin LOGISTIK HEUTE

PS: LOGISTIK HEUTE und die Bundesvereinigung Logistik (BVL) setzen die Leser- und Expertenwahl „Beste Logistik Marke“ für 2020 fort. Das Ziel heißt wieder: Die Wahl „Beste Logistik Marke“ soll zeigen, welche Marken bei Supply Chain Managern, Logistikleitern und -experten im deutschsprachigen Raum in der Gunst am höchsten stehen. Für die Wahl 2020 stehen mehr als 250 Marken in zwölf Kategorien zur Abstimmung. Alles Wichtige zur Wahl lesen Sie unter www.logistik-heute.de/beste-logistik-marke oder auf Seite 52/53 in LOGISTIK HEUTE 12/2019. In dieser Ausgabe finden Sie auch eine Beilage mit Codes für die Teilnahme.

 

Sandra Lehmann
Redakteurin

Kostenlos Newsletter LOGISTIK HEUTE weekly abonnieren





Weitere Newsletter-Editorials

Editorial Newsletter LOGISTIK HEUTE weekly

Guten Tag, was fällt Ihnen spontan zum Thema Italien ein? Welche Assoziationen und Schlagwörter auch immer Ihnen in den Sinn kommen – das Wort Logistik-Innovationen war wahrscheinlich nicht dabei.

Sandra Lehmann
Redakteurin
Editorial Newsletter LOGISTIK HEUTE weekly

Guten Tag, ein ungewöhnliches Quartett übernahm am 13.

Therese Meitinger
Redakteurin
Editorial Newsletter LOGISTIK HEUTE weekly

Guten Tag, „Es geht nur gemeinsam“ – diesen Satz hat man in der vergangenen Zeit im Wirtschaftsfeld Logistik immer wieder gehört.

Therese Meitinger
Redakteurin
Editorial Newsletter LOGISTIK HEUTE weekly

Guten Tag, Bundesverkehrsminister Dr. Volker Wissing möchte die Spediteure mit einem Sofortprogramm beim Umstieg auf umwelt- und klimafreundliche Technologien unterstützen.

Gunnar Knüpffer
Redakteur
Editorial Newsletter LOGISTIK HEUTE weekly

Guten Tag, defekte Geräte, die kurzerhand entsorgt werden, obwohl man sie reparieren könnte, sollen endlich der Vergangenheit angehören. Das EU-Parlament hat am 23.

Sandra Lehmann
Redakteurin