Karriere: Wieso Logistik-Chefs so mies abschneiden

Editorial Newsletter LOGISTIK HEUTE weekly

Guten Tag, früher galt: Was der Chef sagt, wird gemacht. Heute gilt: Unternehmen und deren Führungskräfte müssen auch für ihre Mitarbeiter und solche, die es werden sollen, attraktiv sein. Fragt man Jobcoaches und Recruiter, zählen dazu etwa ein freundliches und offenes Betriebsklima, Weiterbildungs- und Weiterentwicklungsmöglichkeiten sowie Vertrauen und Rückhalt aus den eigenen Reihen.

Das scheint sich allerdings noch nicht in allen Wirtschaftszweigen rumgesprochen zu haben – zumindest wenn man einer aktuellen Studie des Jobportals Meinestadt.de glaubt. Die Plattform untersuchte gemeinsam mit einem Marktforschungsinstitut, wie Arbeitnehmer ihre Chefs in unterschiedlichen Branchen bewerten. Das Ergebnis: Vorgesetzte aus der Logistik schneiden mit einer Durchschnittsnote von rund 2,7 am schlechtesten von allen analysierten Bereichen ab. Laut dem Portal liegt das zum einen an klassischen No-Gos: schlechter Umgang mit Mitarbeitern, zu geringes Gehalt für sie und chaotische Personalplanung. Das führe nach Meinestadt-Angaben etwa dazu, dass jede dritte befragte Fachkraft bereits einmal gekündigt hat.

Zum anderen spielt Meinestadt zufolge vor allem das Auftreten von Chefs in Vorstellungsgesprächen eine bedeutende Rolle. Mehr als 26 Prozent der Studienteilnehmer gaben an, eine neue Stelle abgelehnt zu haben, weil ihnen der Vorgesetzte beim ersten Zusammentreffen unsympathisch erschien. Ergebnisse, aus denen Unternehmen im Wirtschaftsbereich Logistik klare Rückschlüsse für ihre Suche nach Mitarbeitern schließen können: „Gute Führungskräfte machen einen Arbeitgeber für Fachkräfte in der Logistik attraktiv, schlechte Führungskräfte unattraktiv. Das hat Konsequenzen fürs Recruiting und die Bindung von Mitarbeitern“, sagt Wolfgang Weber, Geschäftsführer von Meinestadt.de.

Wie wäre es also, wenn man sich als Chef in Vorbereitung auf ein Bewerbungsgespräch nicht nur die Frage stellt, was der Kandidat mitbringen und leisten soll, sondern auch, was man als Vorgesetzter bereit ist zu leisten?

Was sich Mitarbeiter aus dem Logistikbereich von ihren Chefs wünschen und wo Wunsch und Realität besonders weit auseinanderklaffen, lesen Sie in unserer News der Woche.

Eine erkenntnisreiche Lektüre wünscht

Sandra Lehmann
Redakteurin LOGISTIK HEUTE

PS: Endspurt für die Wahl zur Besten Logistik Marke 2020! Noch bis einschließlich 29. Februar warten 250 Marken in zwölf Kategorien auf Ihre Stimme. Alles Wichtige zur Leser- und Expertenwahl, die von LOGISTIK HEUTE und der Bundesvereinigung Logistik e.V. (BVL) ausgerichtet wird, lesen Sie unter www.logistik-heute.de/beste-logistik-marke oder auf Seite 74/75 in LOGISTIK HEUTE 1-2/2020. In dieser Ausgabe finden Sie auch eine Beilage mit Codes für die Teilnahme.
Und noch ein Tipp: Alles Wissenswerte und täglich frische News rund um die Intralogistikmesse LogiMAT (10. bis 12. März 2020 in Stuttgart) finden Sie in unserem Onlinespecial zur Leistungsschau.

 

Sandra Lehmann
Redakteurin

Kostenlos Newsletter LOGISTIK HEUTE weekly abonnieren





Weitere Newsletter-Editorials

Editorial Newsletter LOGISTIK HEUTE weekly

Guten Tag, Ranglisten sind etwas Wunderbares. Sie bringen Ordnung ins Chaos und geben beispielsweise einen Überblick über Leistungen in der Wirtschaft, im Sport oder in anderen Lebensbereichen.
 

Matthias Pieringer
Chefredakteur (V.i.S.d.P.)
Editorial Newsletter LOGISTIK HEUTE weekly

Guten Tag, was fällt Ihnen spontan zum Thema Italien ein? Welche Assoziationen und Schlagwörter auch immer Ihnen in den Sinn kommen – das Wort Logistik-Innovationen war wahrscheinlich nicht dabei.

Sandra Lehmann
Redakteurin
Editorial Newsletter LOGISTIK HEUTE weekly

Guten Tag, ein ungewöhnliches Quartett übernahm am 13.

Therese Meitinger
Redakteurin
Editorial Newsletter LOGISTIK HEUTE weekly

Guten Tag, „Es geht nur gemeinsam“ – diesen Satz hat man in der vergangenen Zeit im Wirtschaftsfeld Logistik immer wieder gehört.

Therese Meitinger
Redakteurin
Editorial Newsletter LOGISTIK HEUTE weekly

Guten Tag, Bundesverkehrsminister Dr. Volker Wissing möchte die Spediteure mit einem Sofortprogramm beim Umstieg auf umwelt- und klimafreundliche Technologien unterstützen.

Gunnar Knüpffer
Redakteur