SCM und politische Störfeuer: Deutsche Firmen überdenken internationale Standorte

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Guten Tag, im Zuge der Coronapandemie wurde viel über Lokalisierung, Glokalisierung, Reshoring oder Nearshoring diskutiert. Die Verlagerung von Produktionsstandorten in heimische oder zumindest näher gelegene Gefilde und eine regionale Diversifizierung der Zuliefererbasis sollen in diesen Konzepten eine stabilere Lieferkette gewährleisten. Dass die Pandemie das Ende der Globalisierung bisher noch nicht eingeläutet hat, legen die Erkenntnisse des „Global Connectedness Index“ nahe, den DHL und die NYU Stern School of Business Ende 2021 veröffentlichten: Die umfassende Analyse der internationalen Handels-, Kapital-, Informations- und Personenströme ergab, dass die globale Vernetzung in Coronazeiten kaum abgenommen hatte. Der Warenverkehr wurde im Durchschnitt sogar über größere Distanzen abgewickelt als vor der Pandemie, so die Erhebung.

Doch den Effekt, der in Coronazeiten ausblieb, könnte nun eine andere Gemengelage nach sich ziehen: Die weltweit zunehmenden politischen Unwägbarkeiten lassen deutsche Unternehmen ihre Auslandsstandorte derzeit nämlich überdenken. Das legt der „AHK World Business Outlook“ nahe, den der Deutsche Industrie- und Handelskammertag jüngst veröffentlichte. Wie sich Unternehmen im Supply Chain Management neu aufstellen könnten, lesen Sie in unserer News der Woche.

Eine erkenntnisreiche Lektüre wünscht Ihnen

Therese Meitinger
Redakteurin LOGISTIK HEUTE 

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