SCM: Handlungsspielraum im Krisenmodus

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Guten Tag, viele Einkäufer und Supply Chain Manager fahren derzeit auf Sicht. Grund dafür ist die anhaltend hohe Dynamik von Covid-19. Das ergab eine aktuelle Erhebung des Bundesverbands Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME), der seine Mitgliederunternehmen zu den Auswirkungen der Coronakrise auf ihre Geschäftsaktivitäten befragt hatte. Demnach wurden die Lieferketten von 53 Prozent der an der Umfrage teilnehmenden Einkäufer inzwischen spürbar bis kritisch von der Krise erfasst.

Dem BME zufolge weitet sich die Krise in SCM und Einkauf derzeit weiter aus: So ist etwa der von der Umfrage ermittelte Anteil der kritischen Beeinträchtigungen gegenüber Anfang April deutlich gestiegen. Als besonders problematisch wird in diesem Zusammenhang die Beschaffung von Schutzausrüstung für das eigene Unternehmen bewertet. „Der Einkauf von Schutzausrüstung ist in einigen Unternehmen inzwischen Chefsache“, sagt Olaf Holzgrefe, Leiter International des BME. „Mittlerweile handelt es sich um ein kritisches Gut, da bei einem Scheitern die Stilllegung der Produktion droht.“

Doch in dem Bild fehlen auch die Silberstreifen am Horizont nicht. So deutet die Erhebung darauf hin, dass einige der mit Corona verbundenen Beeinträchtigungen der Lieferkette inzwischen abflachen. Das betrifft etwa die Lieferverzögerungen, mit denen laut der Befragung aktuell weniger Einkäufer zu kämpfen haben als Anfang April. 28 Prozent der Einkaufsorganisationen hätten mittlerweile sogenannte Back-up-Organisationen aktivieren können, um die Materialversorgung sicherzustellen, so der BME.

Wie sich Unternehmen in der Coronakrise Handlungsspielraum sichern, hat die auf SCM-Themen spezialisierte Beratung Inverto untersucht. Mit ihrer Umfrage beleuchtet sie die Sofortmaßnahmen und mittelfristigen Strategien, die Firmen angesetzt haben, um ihre Geschäftstätigkeit aufrechtzuerhalten. Mehr dazu lesen Sie in unserer News der Woche.

Eine aufschlussreiche Lektüre wünscht

Therese Meitinger
Redakteurin LOGISTIK HEUTE

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Therese Meitinger
Redakteurin

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