Konjunkturpaket: Mit Wumms aus der Coronakrise?

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Guten Tag, 21 Stunden wurde verhandelt, doch am späten Mittwochabend waren sich die Spitzen von Union und SPD einig: Ein Konjunkturpaket mit einem Gesamtvolumen von 130 Milliarden Euro für die Jahre 2020 und 2021 soll den wirtschaftlichen Einbruch im Zuge der Coronakrise mildern. Um die Binnennachfrage zu stärken, setzt die Große Koalition unter anderem auf einen vorübergehend reduzierten Mehrwertsteuersatz. Dieser soll vom 1. Juli bis 31. Dezember von 19 auf 16 Prozent abgesenkt werden; der reduzierte Mehrwertsteuersatz fällt von sieben auf fünf Prozent. Die Kaufprämien für Elektroautos will Berlin deutlich erhöhen, nicht aber den Kauf von Verbrennern und Benzinern fördern. Ob das reicht, um – wie Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) sagte – mit einem „Wumms aus der Krise“ zu kommen?

Einige Ökonomen bewerteten den Maßnahmenkatalog der Bundesregierung bereits positiv. „Ich denke, dass mehr kaum geht“, äußerte sich etwa der Deutschland-Chefvolkswirt der Bank ING, Carsten Brzeski, gegenüber der „Süddeutschen Zeitung“. „Das setzt alles an den richtigen Stellen an: Nachfrage und zukunftsorientierte Investitionen stärken und weiterhin versuchen, den kurzfristigen Schaden abzufedern“, so Brzeski zur SZ.

Dem Konjunkturpaket gegenüber stehen jedoch dramatische Herausforderungen: So teilte die Bundesagentur für Arbeit kürzlich mit, dass statt der üblichen Frühjahrsbelebung sich im Mai 170.000 mehr Menschen arbeitslos gemeldet hatten als im April. Zugleich vermutet das Ifo Institut, dass sich aktuell mehr als sieben Millionen Beschäftigte in Kurzarbeit befinden – so viele wie noch nie.

Wie sich Olaf Scholz’ Konjunktur-„Bazooka“ vor dieser Problemkulisse langfristig auswirken wird, bleibt abzuwarten. Wie schnell sich Unternehmen aus dem Geschäftsfeld Logistik von der Coronakrise erholen könnten, lesen Sie in unserer News der Woche.

Eine aufschlussreiche Lektüre wünscht Ihnen

Therese Meitinger
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