Koalitionsverhandlungen: Dekarbonisierung muss auf die Tagesordnung

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Guten Tag, bis 2050 will die Europäische Union durch die Reduzierung von CO2-Emissionen klimaneutral werden. Doch für das Klima wird es wohl schon deutlich früher eng: Schon Anfang der 2030er-Jahre könnte die globale mittlere Oberflächentemperatur im Vergleich zum vorindustriellen Niveau um den kritischen Wert 1,5 Grad Celsius ansteigen. Davon geht der Weltklimarat IPCC in seinem im August veröffentlichten Sechsten Sachstandsbericht aus – und zwar für alle, hohen wie niedrigen, CO2-Emissionsszenarien, die der Bericht untersuchte. Im Hochemissionsszenario wird der Wert sogar schon in diesem Jahrzehnt erreicht.

Dekarbonisierung ist das Gebot der Stunde. Glaubt man den Programmen zur Bundestagswahl, ist das den meisten Parteien im Bundestag in der Theorie durchaus klar. Dass in der Tagespolitik jedoch die Klimaziele angesichts anderer Interessen manchmal aus dem Fokus geraten sind, hat ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts gezeigt: Im April erklärte es das deutsche Klimaschutzgesetz von 2019 in Teilen für verfassungswidrig – und forderte Nachbesserung.

Die Parteien, die gerade mögliche Koalitionen sondieren, haben jetzt nach der Bundestagswahl die Chance, die Weichen für einen ausreichenden Klimaschutz zu stellen. Jetzt, im Zwischenraum zwischen abstrakten Willenserklärungen und dem Klein-Klein der Tagespolitik, kommt es darauf an, die angemessenen Ziele und Mittel zu finden.

Dass die Politik den Fokus beim Verhandeln nicht verliert, diese Forderung kommt auch von einem Schwergewicht der Nutzfahrzeugbranche: So mahnte MAN Truck & Bus Strategien für eine durchgängige Dekarbonisierung des Verkehrssektors an. Mehr dazu lesen Sie in unserer News der Woche.

Eine aufschlussreiche Lektüre wünscht Ihnen

Therese Meitinger
Redakteurin LOGISTIK HEUTE

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