Frachtraten und Verspätungen: Wie teuer wird Weihnachten?

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Guten Tag, ist Weihnachten in Gefahr? Nein, nein, wir haben nicht investigativ im Umfeld des Festtag-Hassers Grinch recherchiert, dass ein erneuter Schlag gegen Jesus‘ Wiegenfest unmittelbar bevorsteht. Er hat uns auch nicht einen bewusstseinsumnebelnden Mix aus Misteln und Tollkirschen in den Redaktionskaffee gekippt. Weihnachten fällt natürlich nicht aus. Aber dass das Weihnachtsgeschäft für E-Commerce, stationären Handel und letztlich auch den Verbraucher in diesem Jahr ein besonders herausforderndes werden dürfte, dafür gibt es ernst zu nehmende Indikatoren.

Nach wie vor sind die Lieferketten sehr angespannt. Materialengpässe bei vielen Vorprodukten wie Stahl, Wellpappe, Kunststoffgranulaten und anderen halten an. Weil Chips fehlen, rechnet nicht nur BMW damit, 70.000 bis 90.000 Fahrzeuge in diesem Jahr nicht bauen zu können. Der Mangel dürfte sich auch in den Preisen der Consumer-Elektronik bemerkbar machen, die ja gerne als Geschenk unter dem Weihnachtsbaum liegt. Hinzu kommt ein zweiter Preistreiber: der nicht vorhandene Container. Weil hier der Bedarf die Nachfrage deutlich übersteigt, hören die Frachtraten nicht auf anzuziehen. Der SCM-IT-Spezialist Setlog prognostiziert für den Seetransport von Weihnachtsartikeln aus Asien etwa den sechs- bis achtfachen Preis verglichen mit dem Niveau von 2019.

Ungemach droht Handel und Verbrauchern aber auch an einer anderen Front: Die Verspätungen von Containerschiffen im internationalen Seehandel haben im Vorjahresvergleich zugenommen. Der IT-Anbieter Project44 hat die Trackingdaten seiner Frachtplattform nach Routen ausgewertet und kommt dabei zu erstaunlichen Ergebnissen. Mehr darüber lesen Sie in unserer News der Woche.

Eine aufschlussreiche Lektüre wünscht Ihnen

Therese Meitinger
Redakteurin LOGISTIK HEUTE

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