Firmeninsolvenzen: Der Fall des Schuhhändlers Görtz weist auf eine Trendwende hin

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Guten Tag, ein Antrag des Schuhhändlers Ludwig Görtz für ein gerichtliches Sanierungsverfahren in Eigenverantwortung ist diese Woche genehmigt worden. Der Ukrainekrieg mit den gestiegenen Energiekosten und der starken Inflation habe zu einer erheblichen Verunsicherung der Kunden geführt, teilte Görtz mit. Deutliche Umsatzrückgänge seien die Folge gewesen.

„Nach lange Zeit niedrigen Insolvenzzahlen hat nun eine Trendwende eingesetzt“, ließ Steffen Müller, Leiter der Abteilung Strukturwandel und Produktivität des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH), in Bezug auf den IWH-Insolvenztrend verlauten. Im August stieg die Zahl der Insolvenzen in Deutschland demnach – wenn auch von einem niedrigen Niveau – um 26 Prozent auf 718. Aktuell hat das IWH seine Prognose für September von 20 Prozent auf 25 Prozent mehr Insolvenzen als im Vorjahreszeitraum angehoben. Und für Oktober erwarten die Wirtschaftsforscher noch höhere Insolvenzzahlen – ein Drittel über den Vorjahreswerten.

Verantwortlich für die höheren Insolvenzzahlen seien in erster Linie stark steigende Preise für wichtige Produktionsfaktoren, erläutert Müller. „Während der Ukrainekrieg zu steigenden Energiekosten führt, sind Unterbrechungen der internationalen Lieferketten für die Verteuerung vieler importierter Vorleistungsgüter verantwortlich.“

Was der Schuhhändler Görtz selbst getan hat, um seine logistischen Prozesse zu verbessern und wie die Sanierung des Unternehmens im Eigenverwaltungsverfahren jetzt abläuft, lesen Sie in der News der Woche.

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Gunnar Knüpffer
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