Autobau: Wie der Ukraine-Krieg an deutschen Fließbändern ankommt

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Guten Tag, vor gut einer Woche war die Welt noch eine andere: Am 23. Februar konnte sich in Deutschland kaum jemand einen Angriffskrieg mitten in Europa vorstellen. Am 24. Februar überfiel der russische Präsident über Nacht die Ukraine. Seitdem überschlagen sich nicht nur dort die Ereignisse, auch die Rahmenbedingungen für Politik und Wirtschaft haben sich binnen Tagen grundlegend verschoben.

Für niemanden hat sich die Welt in den letzten Tagen jedoch so dramatisch geändert wie für die Menschen in der Ukraine. Aus Angst vor Raketenangriffen haben Menschen in Kiew oder Charkiw in der letzten Woche ihre Nächte in Bunkern oder Metro-Stationen verbracht. Sie müssen mit Verlust, Gefahr und unvorstellbarer Anspannung leben. Eine Million Ukrainer sind nach UN-Angaben bereits aus ihrem Heimatland geflohen. Damit Hilfsorganisationen Unterstützung geben können, kommt es entscheidend auf die Logistik an.

So ist das Deutsche Rote Kreuz zusammen mit seinen osteuropäischen Schwestergesellschaften gerade dabei, über Polen eine stetige Versorgungslinie in das Land aufzubauen. Im ostpolnischen Lublin entstand dafür ein Logistikdrehkreuz, das Menschen in der Ukraine ebenso wie Geflüchtete versorgen soll. Am 1. März startete der erste Hilfskonvoi dorthin vom DRK-Logistikzentrum Schönefeld aus: Auf fünf 40-Tonner wurden dafür 3.280 Feldbetten, 4.680 Isomatten und mehr als 750 Hygienepakete geladen, die jeweils für die Versorgung eines fünfköpfigen Haushalts ausgelegt sind. Schon mit dem ersten Konvoi gingen so 88 Tonnen Hilfsgüter nach Lublin. Über Spenden freut sich das Deutsche Rote Kreuz ebenso wie viele andere Hilfsorganisationen, die vor Ort helfen.

Wie eng die weltweiten Lieferketten verwoben sind, das ist keine neue Erkenntnis aus dem Ukraine-Krieg. Dass bereits der Wegfall weniger Produktionsstätten weitreichende Konsequenzen haben kann, unterstreicht die News der Woche zur Automobillogistik.

Eine erkenntnisreiche Lektüre wünscht Ihnen

Therese Meitinger
Redakteurin LOGISTIK HEUTE

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