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End-to-End Lagerautomatisierung bei der DAW SE mit SAP EWM

Im September 2022 eröffnete DAW am Hauptsitz in Ober-Ramstadt ein neues Distributionszentrum mit hohem Automatisierungs- und Digitalisierungsgrad. LogiPlus Consulting unterstützte DAW bei der Migration der bestehenden Lagerverwaltungslösung SAP WM und bei der Integration der technischen Anlagen wie AutoStore in die SAP-Landschaft. Dies ermöglichte eine vollständige Automatisierung der Intralogistik.

LogiPlus Consulting GmbH
Lagerautomatisierung mit SAP EWM

Die DAW SE ist ein international führendes Unternehmen in der Baufarben- und Baustoffindustrie und das Dach weltbekannter Marken wie Alpina oder Caparol. Im Jahr 2019 stand das Unternehmen vor der Herausforderung, die bestehende IT-Infrastruktur abzulösen, die Bestandslager zu erweitern und die Prozesse im Lager zu optimieren und zu automatisieren.

Im September 2022 eröffnete DAW am Hauptsitz in Ober-Ramstadt ein neues Distributionszentrum mit hohem Automatisierungs- und Digitalisierungsgrad. LogiPlus Consulting unterstützte DAW bei der Migration der bestehenden Lagerverwaltungslösung SAP WM zu SAP EWM und bei der Integration der technischen Anlagen wie AutoStore in die SAP-Landschaft. Dies ermöglichte eine vollständige Automatisierung der Intralogistik.

In einem virtuellen Expert-Talk am 10. Oktober berichteten Jörg Martin, Leiter Fertigwarenlager bei DAW, und LogiPlus CEO Thilo Matheis, wie die ganzheitliche Automatisierung gelang und boten damit exklusive Einblicke in Best Practices.

Ausgangssituation

2018 stand die DAW vor komplexen Herausforderungen. Die über 15 Jahre kontinuierlich gestiegene Artikelvielfalt und veränderte Marktanforderungen erforderten mehr Lagerkapazität als auf dem bestehenden Werksgelände vorhanden war. Deshalb musste man Ware in verschiedenen Außenlägern lagern und Teilsortimente dort kommissionieren. Dies erhöhte den Aufwand in der Bestandsführung und Bedarfsplanung erheblich.

Zusätzlich erforderte die Kommissionierung ein hohes Artikel Know-how der Mitarbeiter, da mobile Dialoge und die Staplersteuerung in einem proprietärem, unterlagertem System veraltet waren.

Zudem kündigte die SAP das Lagersystem SAP WM ab, die Einführung von SAP EWM wurde erforderlich. Parallel wurde die Einführung von SAP S/4HANA auf die Roadmap gesetzt. Deshalb entschied sich DAW dafür, die bestehende IT-Infrastruktur abzulösen.  

Ziele

Um die gesamte Supply Chain zu optimieren, sollten die sowohl extern als auch auf dem Werksgelände verteilten Lagerstandorte vereint werden. Hierfür war mehr Lagerkapazität zu schaffen und die Lagerprozesse mussten optimiert werden.

Dies sollte u.a. durch die Errichtung eines automatisierten Hochregallagers, eines AutoStore-Systems und eines dynamischen Kommissionierpuffers erreicht werden. Gleichzeitig war es Ziel, manuelle Bereiche und Bestandanlagen in die automatisierten Prozesse integrieren. Die Automatisierung sollte die Arbeit der Logistikmitarbeiter erleichtern, auch in Bezug auf ergonomische Kriterien.

Das Projekt umfasste auch die softwareseitige Integration aller Anlagen. Um zukunftssicher und effizient in der Steuerung zu sein, fiel die Wahl auf SAP EWM als dominierendes System. Da S/4HANA zu diesem Zeitpunkt noch nicht eingeführt worden war, fiel die Wahl auf ein dezentrales SAP EWM.

„Das Projekt bestand aus mittel- und langfristigen Zielen. Mittelfristig mussten das bestehende SAP WM und die Bestandsanlagen durch SAP EWM und SAP EWM MFS abgelöst werden. Langfristig mussten die SAP EWM-Prozesse mit dem Baufortschritt und den damit verbundenen Inbetriebnahmen mitwachsen.“, erläutert Jörg Martin, Leiter Fertigwarenlager bei DAW.

Neubau eines automatischen Hochregallagers und AutoStore

Im April 2020 begannen die Bauarbeiten für das hochmoderne Logistikzentrum in Ober-Ramstadt. Eröffnet im September 2022 umfasst es ein automatisiertes Hochregallager mit 30.000 Palettenstellplätzen, ein AutoStore-System für Kleingebinde mit drei Komissionierplätzen und 12.000 Behältern für 3.500 Artikel sowie einen automatisierten, dynamischen Kommissionierpuffer mit ca. 1.500 Palettenplätzen und sechs Kommissionierplätzen.

AutoStore arbeitet mit sieben Robotern im Drei-Schicht-Betrieb, die die benötigten Behälter an einen der vier Arbeitsplätze, sogenannte Ports, fahren. Die Bestandsübersicht erfolgt zentral im EWM.

Elektro-Hängebahnen versorgen das Pufferlager, AutoStore und die Kommissionierplätze. Die Paletten gelangen über einen Fördertechnik-Loop in eine der 8 Gassen des Hochregallagers, die Ein- und Auslagerung erfolgt automatisch per Regalbediengerät. Die manuelle Kommissionierung umfasst 1.200 Kommi-Plätze.

Ein Ziel war die Reduzierung der Wege für die Mitarbeiter, indem man auf das Prinzip "Ware-zur-Person" setzte. Dies steigert die Effizienz im neuen DAW-Fertigwarenlager.

Vorteile für DAW durch die direkte SAP EWM-Integration von AutoStore

Automatische Lageranlagen direkt in SAP EWM integriert

Zunächst lösten die EWM Experten von LogiPlus das bestehende Lagersystem SAP WM durch ein dezentrales SAP EWM ab. Durch die Optimierung des Materialflusses mit SAP MFS konnten Automatisierungslösungen wie AutoStore und ein Staplerleitsystem integriert werden. SAP S/4HANA wurde als ERP-System nachgelagert eingeführt und vervollständigt die automatisierte Intralogistiklandschaft des Hauptstandorts der DAW.

„Aufgrund der unterschiedlichen Automatikgewerke war der größte Vorteil, dass alles über das SAP EWM MFS angebunden werden konnte. SAP EWM ist somit die zentrale Steuereinheit aller Prozessabläufe. Die Umsetzung fand im laufenden Betrieb statt und der Lieferservice zum Kunden wurde in jeder Phase des Projektes sichergestellt. Durch das Gesamtprojekt konnten externe Lageraktivitäten komplett wieder an den Standort Ober-Ramstadt zurück integriert werden.“, fasst Jörg Martin den Projektablauf zusammen.

Die erweiterten Lagerkapazitäten ermöglichen es DAW, alle Produkte und Verpackungen an einem Standort zu vereinen. Dies verbessert die Verfügbarkeit der Artikel, stabilisiert die Prozesse und steigert den Lieferservice für Kunden. Der Materialfluss wurde optimiert, insgesamt stieg der Output um 57 Prozent auf etwa drei Millionen Lieferscheinpositionen pro Jahr.

 

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